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Mittwoch, den 13. Juli 2005 um 01:00 Uhr

Evangelischer Verein setzt auf Standort Naundorf / Noch keine Entscheidung des Gemeinderates


Oschatz/Naundorf. Das Projekt alternative Mittelschule im Raum Oschatz soll am Schulstandort Naundorf verwirklicht werden. Der Evangelische Werkschulverein hat beim Regionalschulamt Leipzig die Zulassung einer Schule in freier Trägerschaft beantragt, wie Vereinsvorsitzender Pfarrer Hans-Jörg Rummel informiert.
„Zwar hat sich der Gemeinderat von Naundorf noch nicht festgelegt, aber es gehen von dort positive Signale aus“, betont Rummel gegenüber der OAZ. Der Schulstandort Naundorf sei fest ins Auge gefasst worden. Eltern, die ihre Kinder ab 2006 in diese Schule schicken wollen, sollten sich jetzt anmelden. Das verpflichte zunächst zu nichts. Es sei aber wichtig. den Bedarf zu ermitteln. Die Mitgliedschaft in einer Kirche ist laut Rummel keine Voraussetzung. Das Schulgeld wird etwa 55 Euro monatlich betragen.

Die Evangelische Werkschule Naundorf möchte ihre Schüler zum Haupt- und Realschulabschluss führen. "Alle Schüler bleiben in ihrer Haltung zum christlichen Glauben frei. Ängste vor Indoktrination jeglicher Art sind unbegründet", versichert der Pfarrer. Schwerpunktmäßig soll die Verbindung von theoretischer, praktischer und musischer Bildung erfolgen. Im Unterricht werde auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler eingegangen. Rummel: „Ich möchte alle Eltern ermuntern. ihr Kind auf diese Schule zu schicken, ganz gleich ob die Zielvorstellung ein Hauptschul- oder Realschulabschluss ist.“ Nach Erfahrungen ähnlicher Schulen haben deren Schulabgänger laut Rummel überdurchschnittlich gute Chancen, eine Lehrstelle zu linden. Es gebe so gar gute Voraussetzungen, um später an einer anderen Schule das Abitur zu machen.
Der Naundorfer Bürgermeister Michael Reinhardt bestätigte zur jüngsten Ratssitzung, dass es Gespräche des Gemeinderates mit dem Vorstand des evangelischen Werkschulvereins zur Einrichtung einer Schule in Naundorf gegeben hat. „Es gibt aber noch kein Ergebnis. Für September ist eine weitere Gesprächsrunde vorgesehen", sagte Reinhardt.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 13.07.2005