Presse 2006
Satirischer Wochenrückblick Drucken E-Mail
Samstag, den 14. Oktober 2006 um 01:00 Uhr

Oschgar wird zu Naungar

Die Absage war echt der Hammer und verschlug einigen Naundorfern glatt die Sprache. Weil der evangelische Werkschulverein nach einem anderen Standort Ausschau hält, droht der ehemaligen Mittelschule ein Schicksal mit Unbestimmtem Ausgang. Dabei ist das Anwesen recht gut in Schuss – noch jedenfalls. Doch der Zahn der Zeit wird auch diesem Haus arg zu schaffen machen – Dornröschen lässt schon mal grüßen. Ein Märchenprinz ist jedenfalls nicht zu erwarten. Der würde wahrscheinlich allenfalls die Putzfrau antreffen und das wäre doch bescheuert. Die Zeit sitzt aber im Nacken, also muss so schnell wie möglich eine neue Nutzung her. Hörten wir doch gerade in dieser Woche, dass der Altkreis zu wenige Pflegeheime hat. Würde man nach Naundorf beispielsweise Senioren verfrachten, könnte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es käme Leben ins Haus und die Putze könnte noch lange ihren Besen schwingen, ohne Bange um ihren Job.

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Naundorfer hoffen weiter auf Schule Drucken E-Mail
Donnerstag, den 12. Oktober 2006 um 01:00 Uhr

Nach Absage des Werkschulvereins machen sich Gemeinderäte zur Nutzung der Gebäude Gedanken

Naundorf . Auch wenn die Mittelschule Naundorf Ende Juli geschlossen wurde, steht deren Hauptgebäude in Naundorf nicht leer. Gemeinde und Vereine nutzen einige der Räume. Die anderen wollte die Gemeinde freihalten in der Hoffnung, dass der Evangelische Werkschulverein dort einen zweiten Versuch für eine alternative Mittelschule startet. Doch der hat nun Schulgebäude in Ostrau und Oschatz im Blick, die er wegen der Verkehrsanbindung vorzieht (wir berichteten).Was bedeutet dies für den Naundorfer Standort? Eine Umfrage.
„Es wird nun Überlegungen geben, wie wir die Räume nutzen können", kündigt der  Naundorfer Bürgermeister Michael Reinhardt an. Davon geht auch Hartwig Kübler, Gemeinderat aus Raitzen, mit Blick auf die Sitzung des Verwaltungsrats in einer und des Gemeinderates in zwei Wochen aus. Dann würden sich die Gemeinderäte sicher Gedanken machen, wie die noch leerstehenden Räume genutzt werden können. „Ich war überrascht vom Rückzug des Werkschulvereins", sagt Kübler. „Ich habe die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass aus den Alternativen nichts wird." Die Naundorfer Mittelschule sei als einzige der kürzlich geschlossenen bis zum Schluss auf höchstem Niveau gehalten worden. „Es muss sich auch rausstellen, ob die anderen Kommunen bereit sind, so viel für die Werkschule zu investieren wie wir", meint Kübler.

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Neuer Standort aus unserer Sicht sinnvoll Drucken E-Mail
Donnerstag, den 05. Oktober 2006 um 01:00 Uhr

Stefanie Schwaiger vom Apfelbaumverein Schweta begrüßt Entscheidung des Werkschulvereines Naundorf

Stefanie SchwaigerSchweta/Naundorf. Der evangelische Schulverein „Apfelbaum" in Schweta begrüßt die Entscheidung des Werkschulvereines, sich für die Verwirklichung des Schulgründungsprojektes nach einem anderen Objekt umzusehen. Das erklärte gestern Vereinsvorsitzende Stefanie Schwaiger auf Anfrage der Oschatzer Allgemeinen.
Die Aufgabe des Standortes Naundorf sei folgerichtig, sagte sie. Jugendpfarrer Hans-Jörg Rummel hatte in der vergangenen Woche erklärt, den Standort aufzugeben, weil die Lage außerordentlich verkehrsungünstig sei. Der Verein wolle sich nun in Richtung Oschatz oder Ostrau orientieren. Beispielsweise käme die geschlossene Mittelschule in Ostrau oder die Mittelschule West in Oschatz für die Realisierung des Projektes in Frage. Außerdem werde intensiv nach weiteren Standorten Ausschau gehalten (die OAZ berichtete).
„Die Ankündigung war für uns keine Überraschung. Wir hatten im Vorfeld mit dem Werkschulverein gesprochen und auch eine Einladung zur Vorstandssitzung erhalten", erklärte Schwaiger und fügte hinzu: „Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, sich nach einem anderen Standort umzusehen." Schließlich benötige die Werkschule noch mehr Schüler als eine Grundschule, um den Bestand zu sichern.

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Apfelbaumverein für neue Standortsuche Drucken E-Mail
Donnerstag, den 05. Oktober 2006 um 01:00 Uhr

Schweta/Naundorf (GL). Der evangelische Schulverein „Apfelbaum" in Schweta begrüßt die Entscheidung des Werkschulvereines, sich für die Verwirklichung des Schulgründungsprojektes nach einem anderen Objekt um zusehen. „Die Aufgabe des Standortes Naundorf ist folgerichtig", erklärte Vereinsvorsitzende Stefanie Schwaiger. Als Grund nannte der Werkschulverein, der eine Expertise in Auftrag gegeben hatte, die verkehrsungünstige Lage der ehemaligen Mittelschule.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 05.10.2006

 
Standpunkt: In einem Boot Drucken E-Mail
Samstag, den 30. September 2006 um 01:00 Uhr

Wenn der evangelische Werkschulverein in Naundorf die Segel streicht, soll das keine Niederlage sein. Die Mitglieder haben ein Ziel, und das muss nicht vom Standort Naundorf abhängig gemacht werden. Über die Bildung in unserem Land wird viel diskutiert. Pisa, Ganztagsschule, Gymnasium ab Klasse 8 und, und, und lassen die Wogen hoch schlagen. Das ist gut so, denn für die Jugend kann nicht genug diskutiert und letztendlich getan werden, damit sie hier eine Zukunft für sich sieht. Das Angebot der evangelischen Werkschule bildet in diesem Zusammenhang eine Bereicherung. Das sollten Verantwortliche im Altkreis Oschatz, zum Beispiel der Stadtrat der Großen Kreisstadt erkennen und mithelfen, die Idee und das Engagement in der Region zu behalten. Schließlich sitzen die Generationen unter den gegebenen Bedingungen hier zu Lande in einem Boot. Um so mehr sollten Initiativen wie diese gebündelt und mit gemeinsamer Kraft umgesetzt werden. Die Jugendlichen werden es zu danken wissen.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 30.09.2006

 
Werkschulverein gibt Standort Naundorf auf Drucken E-Mail
Samstag, den 30. September 2006 um 01:00 Uhr

Hauptgrund ist ungünstige Lage

Naundorf. Der evangelische Werkschulverein gibt den Standort Naundorf auf. Das beschlossen die Mitglieder mehrheitlich in ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Damit ist das geplante Schulgründungsprojekt aber nicht vom Tisch, wie Vereinsvorsitzender Jugendpfarrer Jörg Rummel gestern gegenüber dieser Zeitung versicherte. Im Gegenteil. Die vor kurzem gegründete Evangelische gemeinnützige Gesellschaft für Bildungs- und Sozialprojekte mbH, deren Gesellschafter die Diakonie im Muldentalkreis ist, habe sich als Partner angeboten.
Der Werkschulverein hatte nach Angaben von Rummel vor den Sommerferien eine Expertise in Auftrag gegeben. Der ursprünglichen Absicht, das Projekt in der mittlerweile geschlossenen Mittelschule Naundorf zu verwirklichen, werde darin kaum Chancen eingeräumt. „Die Lage ist nicht verkehrsgünstig", nennt der Pfarrer den Hauptgrund. Er möchte sich aber bei der Gemeinde Naundorf für die hilfsbereite Unterstützung bedanken. „Uns fällt es nicht leicht, uns von dieser Variante zu verabschieden. Viele Mitglieder sind stark mit Naundorf verbunden."

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Werkschulverein macht weiter Drucken E-Mail
Freitag, den 12. Mai 2006 um 01:00 Uhr

Naundorf (mae). Der Evangelische Werkschulverein gibt nicht auf. Darauf verständigten sich die Mitglieder bei einem Treffen am Mittwochabend in Naundorf. Auch wenn es für kommendes Schuljahr nicht klappt — zwölf der 23 angemeldeten Schüler waren kürzlich abgesprungen, darauf hatte der Verein den Antrag beim Regionalschulamt zurückgezogen — halten die Vereinsmitglieder weiter an der Gründung einer alternativen Schule fest. Die Räume der Mittelschule Naundorf, die im Sommer geschlossen wird, haben sie dafür weiterhin im Blick. Nun feilen sie am Konzept und wollen den Einzugsbereich vergrößern.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 12.05.2006

 
Werkschulverein macht weiter Drucken E-Mail
Freitag, den 12. Mai 2006 um 01:00 Uhr

Projekt einer alternativen Mittelschule eventuell für 2007 geplant / Naundorf weiter im Blick

Naundorf (mae). Auch wenn aus der Werkschule zu Beginn des kommenden Schuljahres nichts wird – der Evangelische Werkschulverein macht weiter. Das beschlossen die Vereinsmitglieder auf ihrer Sitzung am Mittwochabend im Naundorfer Pfarrhaus. In der nächsten Zeit soll nun versucht werden, „die Basis für ein Schulgründungsprojekt zu erweitern", so der Vereinsvorsitzende und Jugendpfarrer Hans-Jörg Rummel.
Das bedeutet: „Wir überlegen, uns mit den christlichen Grundschulen in Döbeln und Riesa zusammenzusetzen." So hoffen die Vereinsmitglieder, den Kreis der möglichen Interessenten zu vergrößern. Die einzige christliche Grundschule im Altkreis Oschatz ist die Schwetaer Apfelbaumschule. Nachdem zwölf der 23 angemeldeten Kinder abgesprungen waren, hatte der Verein das Projekt, in Naundorf zum Sommer eine alternative Mittelschule zu starten, aufgegeben.

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Schade Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Mai 2006 um 01:00 Uhr

Dass aus der Werkschule Naundorf im kommenden Schuljahr nichts wird, überrascht nicht wirklich. So ambitioniert das Projekt war, so sehr sich die Beteiligten engagiert haben — es gab noch viele hohe Hürden, die es zu nehmen galt. Finanzierung und Genehmigung von Seiten des Regionalschulamtes Leipzig waren sicher die höchsten. Überraschend ist, dass zwölf Eltern bereits jetzt abgesprungen sind, obwohl sie ihre Kinder doch auch parallel an staatlichen Schulen angemeldet hatten. Angesichts der Unsicherheiten, der Kosten und des teils längeren Weges kann man ihnen ihre Entscheidung aber nicht verübeln.
Dennoch ist es schade — vor allem für Naundorf. Die Hoffnung auf die Werkschule war auch eine Hoffnung, dass junge Leute weiter den Ort mit Leben füllen, wenn die Mittelschule im Sommer geschlossen wird. Nun gilt es, wenigstens die Turnhalle zu erhalten, damit der SV Naundorf sie weiter nutzen kann — auch wenn das Geld an allen Ecken fehlt. Sonst ist bald gar kein öffentliches Leben mehr in Naundorf.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 10.05.2006

 
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