Startseite Presse 2006 Kreativität zum Tag der offenen Tür gefragt
Kreativität zum Tag der offenen Tür gefragt Drucken E-Mail
Montag, den 06. Februar 2006 um 01:00 Uhr

Schulen werben um Gunst bei Eltern und Schülern

Mügeln/Dahlen/Naundorf (HG/SK). Gleich drei Schulen luden am Sonnabend zum Tag der offenen Tür ein: Die Goetheschule Mügeln, die Mittelschule Dahlen und die geplante evangelische Werkschule Naundorf im Gebäude der Mittelschule Naundorf. Eltern und Schüler hatten umfassend Gelegenheit, sich zu informieren.

Werkschule Naundorf

„Das Haus ist uns nicht gerade eingerannt worden", gibt Jugendpfarrer Hans-Jörg Rummel zu. Zwölf Familien, davon war die Hälfte erstmals gekommen, haben sich in Naundorf über die Pläne zur Eröffnung der evangelischen Werkschule informiert. Erstmals war auch die Lehrerin Kerstin Dankert mit dabei, die zu Eltern und Kindern Kontakte knüpfte. Gefallen habe den Anwesenden laut Rummel insbesondere, dass im Unterricht individuell auf die Stärken und Schwächen der Kinder eingegangen werden soll. „Es gab viele Fragen, beispielsweise zum Unterrichtsbeginn, zum Tagesablauf und wann die Kinder zu Hause sind", informiert Rummel weiter. Der Unterricht in Naundorf soll in Blöcken von jeweils 1,5 Stunden mit längeren Pausen dazwischen stattfinden. „Das ermöglicht konzentrierteres Arbeiten. Es wird mehr geschafft und die Schüler bekommen weniger Hausaufgaben auf`, weiß Rummel. In der evangelischen Werkschule gebe es bisher 21 schriftliche Anmeldungen für die künftige 5. Klasse. Weitere mündliche Zusagen lägen schon vor. Rummel schätzt den Tag als erfolgreich ein und sagt: „Wir sind eine kleine Schule und können nicht erwarten, dass alle Schüler und Eltern zu uns kommen."

Goetheschule Mügeln

Die Schüler und Lehrer der Mittelschule standen für Rat und Tat den „neugierigen" Besuchern zur Seite. Sie wurden durch das Schulhaus geführt und konnten sich einen Überblick über die einzelnen Spezialzimmer sowie über die Angebote der Schule verschaffen. Zu den Besuchern gehörten auch Anke und Mike Lehmann, mit ihren Kindern Shian und Stanley. Sohn Stanley kommt dieses Jahr in die fünfte Klasse und die Familie wollte sich nun einmal die Goetheschule anschauen. „Sie ist gut eingerichtet, sauber gehalten und nicht beschmiert", urteilt Mike Lehmann. „Die Schule hat außerdem noch Teppichböden, die man in den Schulen auch allzu wenig sieht." Dieser Ansicht ist auch Schulleiter Dietmar Pörschel. „Ich finde der Fußbodenbelag bringt Ruhe in den Raum."
Im Physiksaal führte der Lehrer Günther Münz den jungen Leuten die physikalischen Verläufe eines Fernsehers vor. Im Geschichtszimmer wurde man von den drei mittelalterlich gekleideten Schülerinnen Cindy Giese, Nadine Busch und Romy Gerlach empfangen. In der Turnhalle traten die Mädchen der B. Klasse mit Inline-Skatern auf und führten ein paar Stücke vor. Auch im Musikzimmer gab es eine kleine Playback-Show zu bewundern. In den anderen Zimmern konnte man Komplexarbeiten durchblättern und sich über Schulmaterial informieren.
Schulleiter Pörschel äußerte sich positiv über die Besucherzahlen. „Ich denke schon, dass viele Leute gekommen sind und Interesse an der Schule gezeigt haben." Die Goetheschule plant ab September ein neues Vorhaben. „Es soll den Förderunterricht von der 5. bis zur 10. Klasse geben. Außerdem ist vorgesehen, Ganztagsprojekte durchzusetzen. Die Kinder können somit nachmittags betreut werden. Dadurch hoffe ich, werden die Leistungen in den Klassen steigen", so Pörschel.

Mittelschule Dahlen

Zufrieden mit der Resonanz am Tag der offenen Tür in der Mittelschule Dahlen ist auch Mireille Elschner, Elternsprecherin und Vorsitzende des Fördervereins der Schule. „Die Schüler stellten ihre Arbeiten vor, die sie in der Projektwoche angefertigt hatten. Zum Beispiel stand in der 6. Klasse das Thema Natur. Es waren sehr fantasievolle Arbeiten zu sehen. Die 8. Klassen widmeten sich dem Thema Amerika und die 9. Klassen hatten Interessantes von ihrer Reise nach London zu zeigen und zu berichten." Die Lehrer standen den Gästen Rede und Antwort. Insbesondere sei auch positiv aufgenommen worden, dass der Schulbus für die künftigen Fünftklässler kostenlos sein soll. Der Förderverein habe außerdem geplant, Lehrmaterial für die Schüler gratis zur Verfügung zu stellen. „Wir kämpfen ja schon seit vergangenem Jahr, die vorgegebene Schülerzahl zu erreichen. Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr viele Eltern für die Mittelschule Dahlen entscheiden", so Elschner. Als einen Vorteil der Schule betrachtet sie die kurze Busfahrzeit, die maximal 20 Minuten beträgt und den Standort der Schule. „Sie befindet sich abseits der Bundesstraße. Es besteht keine Gefahr durch den Straßenverkehr für die Kinder. Und die kurzen Busfahrzeiten tragen schließlich auch dazu bei, dass die Kinder ausgeglichener sind", erklärt die Fördervereinschefin abschließend.


Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 06.02.2006