Startseite Presse 2007 Werkschule Naundorf von Agentur für Bildung Sachsen genehmigt
Werkschule Naundorf von Agentur für Bildung Sachsen genehmigt Drucken E-Mail
Dienstag, den 28. August 2007 um 01:00 Uhr

Bildungseinrichtung möchte durch zielgerichtete Praxiseinsätze Bindeglied zur Wirtschaft sein

Naundorf. Die Evangelische Werkschule ist genehmigt. Hans-Jörg Rummel, Vorsitzender des Evangelischen Werkschulvereins Naundorf und Jugendpfarrer im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz, erhielt die frohe Botschaft von der Evangelischen gemeinnützigen Gesellschaft für Bildungs- und Sozialprojekte mbH (EBS gGmbH). Er bezeichnet es als großen Glücksfall, dass der Verein die Diakonietochter als Mitstreiter finden konnte. „Uns beeindruckte besonders die professionelle Vorgehensweise und das gute Hinterland unseres Partners sehr. In dieser für uns neuen Konstellation gelang es bisher, alle finanziellen, konzeptionellen und organisatorischen Hürden zu überspringen“, sagte Rummel und fügte hinzu: „Aber auch allen anderen, die das Vorhaben mit Engagement, Ideen, Zeit und Geld unterstützen, möchte ich an dieser Stelle danken.“ Der Verein hoffe weiterhin auf finanzielle und materielle Unterstützung. Damit werde die Aufgabe erheblich erleichtert.
Angesichts der Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Indern beim jüngsten Stadtfest in Mügeln hebt Rummel hervor, dass die Evangelische Werkschule die Zivilcourage der künftigen Schüler fördern möchte. Es sei nötig, dass Menschen Courage zeigen. „Wir stellen uns vor, Begegnungen mit ausländischen Mitbürgern zu organisieren.“

Obwohl die Schule bereits in der nächsten Woche beginnt, nimmt die Werkschule Naundorf laut Rummel immer noch Anmeldungen für die 5. Klasse entgegen. „Wer sich für die Werkschule entscheidet, kann mit uns Kontakt aufnehmen und wir helfen dann.“
Harald Bieling, Geschäftsführer der EBS, lobt insbesondere die gute regionale Anbindung des Projektes: „Durch geplante weitere Partnerschaften mit regionalen Firmen soll in unserer Schule der Werkschulgedanke gelebt werden. Wir wissen, wie schwer es in der Praxis für Betriebe  und mögliche Auszubildende ist, optimal zueinander zu finden und auch die Interessen und Bedürfnisse der jeweils anderen Seite zu kennen.“ Die Werkschule könne durch zielgerichtete Praxiseinsätze der Schüler ein echtes Bindeglied zwischen Bildung und Wirtschaft sein. „Wenn es gelingt, Jugendliche durch unsere schulische Arbeit in der Region zu halten, dann haben wir einen wichtigen Schritt im Interesse von uns allen getan“, ist Bieling überzeugt.
Die Eröffnung der Schule erfolgt am 2. September um 16 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche Naundorf. Anschließend findet eine Grußstunde auf dem Schulgelände statt. „Dazu sind alle Interessenten eingeladen, mit uns zu feiern“, so Rummel.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 28.08.2007