Startseite Presse 2007 Busverkehr zur Werkschule Naundorf geplant
Busverkehr zur Werkschule Naundorf geplant Drucken E-Mail
Donnerstag, den 03. Mai 2007 um 01:00 Uhr

Schulgeld kein Hindernis für künftige Schüler

Naundorf. Die Pläne für die Werkschule in Naundorf gehen voran: Der evangelische Werkschulverein ist zurzeit dabei, eine Busverbindung zum Naundorfer Mittelschulgebäude zu organisieren, in dem die alternative Mittelschule kommendes Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen will.
„Zurzeit laufen Gespräche mit der Omnibusverkehrsgesellschaft Heideland", sagt Hans-Jörg Rummel, der Vorsitzende des Werkschulvereins. „Danach wird es möglich sein, dass alle Kinder aus dem Altkreis Oschatz über den Busbahnhof Oschatz nach Naundorf und auch über den Busbahnhof in ihre Wohnorte zurück fahren können."
Erste Spender aus der Region gibt es bereits. So freut sich Rummel darüber, dass der Landwirt Eggbert Achilles aus Nasenberg eine Patenschaft für ein Kind über mehrere Jahre übernehmen will, dessen Eltern sich das Schulgeld von 56 Euro pro Monat nicht leisten können. Achilles betont: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Kinder und Jugendliche individuell ganz verschieden lernen." Herkömmliche Schulen könnten darauf aber nicht in ausreichendem Maße Rücksicht nehmen. Im Konzept der Evangelischen Werkschule habe individuelles Lernen dagegen eine große Bedeutung. Deshalb meint Achilles: „Ich möchte, dass es auch in unserem Raum eine echte Schulalternative gibt, wie sie zum Beispiel schon in Leipzig erfolgreich ist."

Der Nasenberger ist nicht der einzige der großen Spender: „Zu unseren treuesten Unterstützern gehört die Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln", sagt Rummel. Mit dem Vorsitzenden Armin Möbius solle in den nächsten Tagen über eine genaue Spendensumme gesprochen werden. Auch Möbius verspricht sich von der Werkschule eine besonders qualifizierte Vorbereitung der Jugend für die Berufsausbildung. Für ihn ist die Verbindung von Theorie und Praxis im Schulkonzept entscheidend.
Neben weiteren Spenden suchen die Mitglieder des Werkschulvereins weitere Schüler: „Unsere fünfte Klasse für das kommende Schuljahr ist noch nicht voll. Kinder können nach wie vor angemeldet werden." Bislang gibt es 15 Anmeldungen. Rummel hofft auf weitere und betont: „Das Schulgeld sollte kein Hinderungsgrund sein. Auch wird unsere Schule eine anerkannte Schule werden, von der die Kinder später ohne besondere Prüfung zum Beispiel auf ein Gymnasium wechseln können." Noch ist die Werkschule nicht anerkannt – der Antrag liegt aber bereits bei der Schulagentur.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 03.05.2007