Startseite Presse 2007 Lesermeinung: Hoffnung auf Weiterführung des Konzeptes Werkschule
Lesermeinung: Hoffnung auf Weiterführung des Konzeptes Werkschule Drucken E-Mail
Mittwoch, den 02. Mai 2007 um 01:00 Uhr

Zum Beitrag „Impulse für die Werkschule" vom 18.04.2007:

Eltern, die überlegen, ob sie ihr Kind auf eine Freie Schule schicken, stellen sich oft die Fragen: Ist die Schule staatlich anerkannt? Muss unser Kind bei Schulwechsel oder Schulabschluss schulfremde Prüfungen ablegen?
Von daher finde ich die Vorstellung der Freien Werkschule Meißen wichtig. Sie begann 2001 mit einer 1. und 5. Klasse, existiert jetzt fünf Jahre, hat die staatliche Anerkennung als Mittelschule, da sie nach dem Sächsischen Lehrplan arbeitet und muss demzufolge keine schulfremden Prüfungen mit der 10. Klasse ablegen.
Gleichzeitig möchte ich zum Stichwort Anerkennung noch einen anderen Gedanken hinzufügen. Als Mutter zweier „Apfelbaumschulkinder" habe ich die Erfahrung gemacht, dass die staatliche Anerkennung unserer Schule wohl eher ein Thema von uns Eltern ist. Unseren Kindern geht es vielmehr darum, einen guten, anerkannten Platz (im Sinne von Stellenwert) in ihrer Klasse beziehungsweise Schule zu finden. Ihnen war und ist es wichtig, gehört, gesehen, erkannt zu werden. Nicht nur mit dem, was super gelingt, sondern auch mit dem, was schwer fällt, was sie bedrückt und unglücklich macht. Doch um das in sich selbst und anderen zu entdecken, braucht es Achtsamkeit und Vertrauen im Umgang miteinander und ein Konzept, was dem Raum und Zeit gibt.
Dass es möglich ist, hat mich die Apfelbaumschule erfahren lassen. Und so hoffe ich sehr auf die Weiterführung dieses Konzeptes in der Werkschule Naundorf und auf mutige Eltern, die mit ihren Kindern neue weg gehen wollen.
Ute Riese, Mahlis

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 02.05.2007