Startseite Presse 2007 Werkschulprinzip in Naundorf vorgestellt
Werkschulprinzip in Naundorf vorgestellt Drucken E-Mail
Montag, den 12. März 2007 um 01:00 Uhr

Viele Fragen beim Tag der offenen Tür

Schwungtuch in AktionNaundorf . Das Werben um Schüler für die evangelische Bildungsstätte ist in der entscheidenden Endphase. Wer über das Konzept der Werkschule noch immer nicht genug wusste, konnte sich am Sonnabend zum Tag der offenen Tür ausführlich informieren.
„Im Vordergrund stehen bei unserem Konzept das Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht der Schüler, die Prinzipien einer Ganztagsschule und das Lernen durch Erfahrungen", so fasste Hans-Jörg Rummel das Wesen der evangelischen Werkschule Naundorf in seinem Vortrag zusammen. Allerdings stehen noch immer viele Fragen im Raum.
So muss noch endgültig geklärt werden, wer die Schule leiten wird und welche Lehrkräfte eingestellt werden. „Wir sind personell noch in der Suchphase, aber da bin ich ganz zuversichtlich", so Rummel, der Vorsitzender des Werkschulvereins.

Bis jetzt kann die Schule 15 Anmeldungen vorweisen, wobei eine Schülerzahl von 25 die finanzielle Entlastung bedeuten würde. „Finanziell ist die Schule trotzdem abgesichert", betonte Ute Wetzig, Koordinatorin in der evangelischen Bildungsgesellschaft. Außerdem befinde man sich bereits in Gesprächen mit Unternehmern und Handwerksbetrieben, die den Schülern der Werkschule ab Klasse 7 jeden Freitag die Praxis zeigen und durch Vermittlung von Erfahrungen den Lernerfolg vorantreiben sollen. „Wer an unserer Schule ist, möchte gar nicht mehr auf das Gymnasium wechseln", bekundete Rummel.
Während die Erwachsenen dem Vortrag von Hans-Jörg Rummel zum Schulkonzept lauschten und eifrig Fragen los wurden, konnten die Kleinen die Schule entdecken. Dazu diente ein Quiz, wobei die Kinder die ganze Schule unter die Lupe nehmen mussten, um es zu lösen. „Ich habe schon einige Schulen besucht. Diese ist sehr schön", erklärte Sophia Guthke. Festlegen will sich die Neunjährige aber noch nicht. „Ich weiß noch nicht genau, auf welche Schule ich gehen werde", sagte sie.
Für Marta Mergenthaler ist die Werkschule eine Alternative zum Gymnasium: „Unser Sohn hat sich für das Gymnasium entschieden, aber die Werkschule ist seine zweite Wahl, wenn es dort nicht klappt", so die Oschatzerin.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 12.03.2007