Startseite Presse 2008 Pfarrer Rummel nimmt den Collm ins Vogtland mit
Pfarrer Rummel nimmt den Collm ins Vogtland mit Drucken E-Mail
Montag, den 09. Juni 2008 um 01:00 Uhr

Pfarrer Hans-Jörg RummelSo viel und so lauten Applaus gibt es selten in einer Kirche: Am Sonnabend wurde Bezirksjugendpfarrer Hans-Jörg Rummel mit einem Gottesdienst verabschiedet. Rummel war seit 1995 in Naundorf tätig und arbeitet seit fünfeinhalb Jahren als Jugendpfarrer im Kirchenbezirk Leisnig. Seine Frau Beatrice Rummel ist Pfarrerin in Naundorf und betreut zurzeit auch die Kirchgemeinde St. Aegidien. Familie Rummel zieht Mitte Juli nach Plauen/Vogtland, wo Hans-Jörg und Beatrice Rummel Pfarrstellen antreten. „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen", zitierte Superintendent Albrecht Schmidt im Abschiedsgottesdienst aus dem ersten Korintherbrief (Kapitel 16,14). Auch in seiner neuen Heimat in Plauen solle Hans-Jörg Rummel wieder mit Liebe anfangen, erklärte Schmidt und dankte „für sehr viele gute Dinge", die Rummel auf die Beine gestellt habe. Es seien oft die nicht sichtbaren Arbeiten, die Schmidt besonders hervorhob: die tägliche Kleinarbeit, die oft zermürbe und nicht so recht darstellbar sei. Schmidt lobte nicht nur die vielen organisatorischen Aktivitäten Rummels.

Er habe zwischen den Altephorien Oschatz und Leisnig vermittelt und in die Jugendarbeit hineingetragen, dass „auch Liturgie etwas wunderschönes sein kann". Mit seinem Engagement für die Evangelische Werkschule Naundorf habe er zudem etwas für die Bildung von Kindern und Jugendlichen getan. Mit einem ganz speziellen Lied -dem Hans-Song - dankten die fast ausschließlich jugendlichen Gottesdienstbesucher ihrem Pfarrer.
Geschenke und Glückwünsche gab es von Jugendwart Georg Knittel sowie von Michael Andrae von der Bezirksjugendkammer. Die Junge Gemeinde Naundorf hatte sich etwas ganz besonderes für den Modellbahner ausgedacht: der Collm als Nachbildung für die Eisenbahn-Landschaft von Hans-Jörg Rummel. Die Junge Gemeinde Leisnig führte ein kreatives Theaterstück auf, die Haltestellen-Band sang ein Abschiedslied. „Ich bin überwältigt von all dem, was Ihr vorbereitet habt", sagte Rummel.
Nach dem Gottesdienst zeigte sich der Pfarrer schon ein wenig wehmütig. Die Zusammenarbeit mit den vielen jungen Leuten werde er vermissen. Als bleibende Erinnerungen wird Rummel die vielen gemeinsamen Stunden mitnehmen -vor allem die Jugendwoche in Oschatz im vergangenen Jahr. Das viele Lob indes gab er zurück: „Es geht immer nur zusammen mit anderen. Ein Einzelkämpfer in der Kirche scheitert." Am Ende würden alle Veranstaltungen von den Jugendlichen selbst getragen.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 09.06.2008