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Geheimnisvolle Regentrude Drucken E-Mail
Samstag, den 18. Oktober 2008 um 01:00 Uhr

Schüler der Naundorfer Werkschule bereiten Theaterstück vor

TheaterprobeIn der Evangelischen Werkschule Naundorf wird derzeit gemalt. Aber nicht die Wände der Klassenzimmer oder andere Schulräume erhalten eine Verschönerung: Es entstehen Kulissen für die Theateraufführung, die die Schülerinnen und Schüler derzeit auf die Beine stellen.
Das Stück heißt „Regentrude“. Worum es genau geht, wird aber noch nicht verraten. „Wen es interessiert, der soll auch zur Aufführung kommen“, heißt es aus der Theatergruppe. Am 16. Dezember ist der erste Auftritt, bei dem das Geheimnis gelüftet wird.
Die Kinder arbeiten in drei Gruppen an der großen Aufführung: die Techniker, die Musiker und die Schauspieler. Bei den Technikern werden derzeit die Bühnenbilder gemalt: Vier Stück sollen entstehen. Auch hier bleibt noch alles geheimnisvoll, aber bunt werden die Bilder allemal. Auch Florian Schüttig aus der 5. Klasse macht mit. „Mir macht es Spaß, man kann auch seine eigenen Ideen mit einbringen.“
Lehrerin Heike Bollmann betreut das Projekt und lüftet das Geheimnis ein wenig. „Die Regentrude ist ein Stück von Theodor Storm. Es ist schon sehr alt“, so Bollmann.

Ausgesucht hat sie es mit der Theaterschaffenden Sandy Sanne-Weber. „Dazu haben wir viele alte Bücher gewälzt, um ein genau passendes Stück zu finden.“ Auch die Musik sei originalgetreu. Dabei erklingen Gitarre, Querflöte und Klavier.
Die Entstehung des Theaterstückes sei ein Prozess. „Wer was macht, haben wir mit den Schülern gemeinsam entschieden“, so Bollmann. Nach solchen Diskussionen habe sich die Einteilung in die drei Gruppen ergeben.
„Mir ist es wichtig, die Eigenarten der Schüler mit zu entwickeln und in das Stück einzubringen“, so Sanne-Weber, die schon oft in Theaterprojekten mit Jugendlichen mitgewirkt hat. „Die Jungen und Mädchen machen sehr gut mit, man kann einiges mit ihnen anstellen.“
Alle 31 Schüler der Werkschule sind in das Projekt mit einbezogen. Geplant sind bisher zwei Auftritte.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 18.10.2008
Foto: Sven Bartsch OAZ