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Montag, den 13. Oktober 2008 um 01:00 Uhr

Christen des Kirchenbezirks Leisnig-Oschatz bei Kirchentag in Waldheim

DaVinci Brücke„Bleiben und Gehen" lautete das Motto des Kirchentages des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz. Dieser wurde gestern in Waldheim gefeiert. Doch um Bleiben oder Gehen zu können, müssen erst einmal Besucher kommen. Und vielleicht auch möglichst viele Menschen, die sonst nur zu Weihnachten oder Ostern in die Kirche gehen. Gekommen waren aber vor allem die Glieder der einzelnen Gemeinden des Kirchenbezirks.
Sie genossen auch den Gottesdienst in der Kirche und die Matinee in der Stadtsporthalle. Sie lauschten der Waldheimer Orgel und den Chören und verfolgten die Podiumsdiskussion in der Stadtkirche. Die Kinder konnten unterdessen ein eigenes für sie gestaltetes Programm in der Grundschule besuchen. Sahen sich unter anderem das Märchenspiel der Spielschar aus Gersdorf an. Später ging's auf den „Markt der Möglichkeiten“.

Dort wurden die Besucher von Georg Knittel, Jugendwart aus Collm, in Empfang genommen. Er pries seine Eierkuchen an. „Ein Markt muss Spaß machen, bisher ist aber nur wenig Spaß“, sagte er. Nur wenige Besucher blieben nach dem Gottesdienst stehen. Am Stand der evangelischen Kirchenjugend erfuhren sie, dass die Jugendlichen für ein Projekt in Bratislava Geld sammeln und deshalb die Schokoäpfel, den Trödel und eben die Eierkuchen verkaufen. Auch am Infostand der Naundorfer Werkschule bildeten sich keine Schlangen. „Wir wollen heute unsere Schule ein bisschen bekannter machen“, erklärte Elisabeth Däbritz, Mitglied im Förderverein. Vielleicht überlege sich der ein oder andere, sein Kind nach Naundorf zu schicken. „Wir haben auch Eltern aus Döbeln, die ihr Kind zu uns bringen“, sagte Däbritz. Es könnten ja noch ein paar mehr werden. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden jedenfalls schon angenommen. Auch an den anderen Infoständen wurden die Werbematerialien den Standbetreuern nicht gerade aus der Hand gerissen. „Wenn wir mehr Leute erreichen wollen, müssen wir uns auch mehr einfallen lassen“, sagte Michael Richter aus Leisnig. Denn die Nichtchristen, die sich zum Kirchentag einfinden sollten, waren - wenn überhaupt - nur spärlich vertreten.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 13.10.2008
Foto: Wolfgang Sens