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Bunt gemischte Belegschaft im umgebauten Haus Drucken E-Mail
Montag, den 21. Dezember 2009 um 12:24 Uhr

Diakonisches Werk stellt neue Räumlichkeiten in Grimma vor

Gottfried Edelmann und Harald Bieling (r.) vor der erweiterten Grimmaer Zentrale des Diakonischen Werkes Leipziger Land.Pünktlich zum Weihnachtsfest haben die letzten Handwerker den Sitz der fusionierten Diakonischen Werke Muldentalkreis und Borna am Bockenberg in Grimma verlassen. Gestern nutzten Unterstützer, Freunde und Mitarbeiter der Kreisverwaltung die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.

Die Weihnachtsmusik, die am gestrigen Nachmittag in den Fluren der Grimmaer Diakoniezentrale zu vernehmen war, sie mag auf den Seelen von so manchem Mitarbeiter des Wohlfahrtsverbandes der evangelischen Kirche wie Balsam gewirkt haben. Denn seit mittlerweile Juli laufen in dem Gebäude am Bockenberg auf zwei Etagen umfangreiche Umbaumaßnahmen, mit denen die Voraussetzungen für den Umzug der Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Borna und jener der bislang in Großpösna ansässigen Heimverbund Leipziger Land gGmbH geschaffen wurden.

„Unsere Mitarbeiter haben nicht zuletzt aufgrund der mit jeder Menge Lärm und Dreck verbundenen großen Anstrengungen der zurückliegenden Wochen und Monate allen Grund zur Freude“, betonte Gottfried Edelmann, ehemaliger Nerchauer Pfarrer und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Muldentalkreis, die ab dem 1. Januar den Namen Diakonie Leipziger Land tragen wird. Dabei, so hob Edelmann hervor, sei es durchaus kein normaler Umzug gewesen. „Der Umstand, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Vorstellungen in die Gestaltung ihrer künftigen Arbeitsplätze einbringen konnten, wird ganz sicher zu einem guten Arbeitsklima beitragen.“

Nach dem bereits zum 1. Januar dieses Jahres erfolgten Zusammenschluss der ehemaligen Kirchenbezirke in Grimma und Borna zum Kirchenbezirk Leipziger Land hatten Anfang November auch die Mitgliederversammlungen der beiden Diakonischen Werke den Beschluss zur Fusionierung zum Diakonischen Werk Leipziger Land gefasst (die LVZ berichtete). Dessen Geschicke wird mit Harald Bieling ein Mann lenken, der über viele Jahre hinweg im Muldental an der Spitze stand und seit Anfang 2008 auch die der beiden Werke führt. „Mit der Fusion verfolgen wir das Ziel, effektiver zu arbeiten, ohne uns dabei von Mitarbeitern trennen zu müssen“, betont der 42-Jährige, dessen Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern zu den größten im neuen Landkreis gehört.

Obwohl Ruth Nachreiner altersbedingt nicht mehr an vorderster Diakoniefront tätig ist, verfolgt auch die ehemalige Pflegedienstleiterin der Bornaer Sozialstation den Fusionsprozess sehr aufmerksam. Ein Prozess, den sie für eine gute Entscheidung hält. „Jeder hat in den vergangenen Jahren seine speziellen Erfahrungen gemacht, und die Fusion halte ich für den besten Weg, diese Erfahrungen auszutauschen“, so Ruth Nachreiner, die heute als Pflegeberaterin für die Diakonie tätig ist und nach eigenem Bekunden den Kontakt zu ihrem ehemaligen Arbeitgeber nicht abreißen lassen möchte.

Dass diese Fusion ihren Namen auch zu Recht trägt, verdeutlichte derweil Geschäftsführer Harald Bieling an der Struktur der neuen Büros. „Wir haben es bewusst nicht so eingerichtet, dass die Büros der Mitarbeiter der beiden Werke und der des Heimverbundes separat voneinander getrennt liegen, sondern vielmehr sitzen alle Mitarbeiter ganz bunt gemischt auf den Fluren.“
Roger Dietze

Quelle: LVZ Muldental 19.12.2009