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Montag, den 22. März 2010 um 07:53 Uhr

Zum Thema Ostern lädt die Werkschule Naundorf Eltern und Kinder zum Kennenlerntag

Künftige Schüler der Einrichtung in Naundorf? Am Wochenende lernten die Kinder beim Basteln schonmal die evangelische Werkschule kennen.Eine Frau bei der täglichen Hausarbeit – sie denkt sich weg: denkt an eine Fahrt mit einem Ballon, aus dem sie Ballast wirft. Mit diesem Bild beschäftigten sich Eltern am Sonnabend zu Beginn des Werkschultages an der evangelischen Werkschule Naundorf. Das Motto: Ostern aus geschichtlicher und religiöser Sicht. Und so ging es darum, sich über die Fastenzeit Gedanken zu machen: Worauf können wir verzichten? Wie kann man Ballast loswerden? Das zum Einstieg.

Denn während im Haus nebenan die Kinder zum Thema Ostern bastelten, informierte Schulleiterin Ruth Möbius über die Einrichtung. „Alle Kinder wollen lernen, nur jeder macht es eben anders und man sollte ihnen die Möglichkeiten geben, individuell zu lernen.“ Seit vier Wochen wird in der Werkschule das Schulkonzept umgesetzt. Das bedeutet: kein Frontalunterricht, die Schüler lernen alters- und fächerübergreifend in Seminaren, Kursen und Projekten. Lehrer fungieren als Begleiter auf dem Weg, das Wissen zu festigen. Vor allem auf Eigenverantwortung der Schüler baut das Konzept, ihre Wissensfortschritte werden anhand eines Kompetenzrasters überprüft.

„Bisher ist das Konzept aufgegangen und wird sehr gut angenommen“, so Möbius. „Seit alle 51 Schüler in einem Haus untergebracht sind, ist es ruhiger. Der Grund ist, dass nun jeder in seinem eigenen Lerntempo arbeiten kann. Diejenigen, die früher gestört haben, haben sich beispielsweise einfach gelangweilt.“

Drei Klassen von der Stufe fünf bis sieben lernen derzeit in der Werkschule. Für das kommende Schuljahr sind bereits 20 Schüler angemeldet. „Das ist eine gute Zahl, aber es können noch Anmeldungen dazukommen.“

Bildunterschrift: Künftige Schüler der Einrichtung in Naundorf? Am Wochenende lernten die Kinder beim Basteln schonmal die evangelische Werkschule kennen.
Foto: Dirk Hunger

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 22.03.2010