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Montag, den 22. März 2010 um 06:59 Uhr

Standpunkt

Fundamente für lebenslanges Lernen

Die Werkschule macht es vor: Statt auf Frontalunterricht setzt sie auf produktives und selbstbestimmtes Lernen. Das ist der Weg, um Schüler auf die Welt von morgen vorzubereiten. Das Bildungswesen in Deutschland scheint hier nämlich mit der Entwicklung zur Wissensgesellschaft nicht mitgehalten zu haben. Sie macht geänderte Lehr- und Lernmethoden notwendig, indem in frühester Kindheit Fundamente für ein lebenslanges Lernen gelegt werden. Spätestens seit Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse ist das Schulwesen für das Thema selbstbestimmten Lernens sensiblisiert. So werden Selbstständigkeit und selbstständiges Lernen inzwischen als Unterrichtsziel sowohl von der Europäischen Kommission, der OECD als auch von der Bundesregierung gefordert.

Selbstbestimmtes Lernen heißt individuell lernen. Dabei ist die Motivation und Wissbegier deutlich höher als in starren Strukturen, bei strengen Stundenplänen und Lehrern, die als Wissensrichter und Alleinunterhalter agieren. Ziel ist auch Verantwortung für eine Sache zu übernehmen, für sich selbst und für andere. Das kann ebenso nicht früh genug erlernt werden wie die Mitwirkung an demokratischen Prozessen beispielsweise im Klassenrat und Schülerparlament.
Von Lisa Garn