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Werkschule Naundorf mit alternativem Konzept Drucken E-Mail
Montag, den 19. April 2010 um 07:21 Uhr

Für das kommende Schuljahr sind bereits 20 Schüler angemeldet

Seit September 2007 gibt es die evangelische Werkschule Naundorf und sie findet immer mehr Befürworter. Das liegt in erster Linie an dem besonderen Schulkonzept. Träger der Schule ist die Evangelische gemeinnützige Gesellschaft für Bildungs- und Sozialprojekte mbH, betrieben wird sie vom Förderverein evangelischer Werkschulverein Naundorf. Die Schule setzt auf praktisches Lernen und individuelle Förderung der Schüler. Sie werden nicht frontal mit dem Unterrichtsstoff konfrontiert, sondern erarbeiten sich nach einem angepassten Lehrplan ihr Wissen selbst. Jeden dritten Sonnabend im Monat findet ein Werkschultag statt, zu dem interessierte künftige Schüler mit ihren Eltern die Möglichkeit haben, sich über den zukünftigen Schulalltag zu informieren.

Elisabeth Däbritz verrät: „Bis Februar waren diese Werkschultage reichlich besucht. Jetzt haben sich die meisten Eltern schon entschieden. In den nächsten Monaten dient dieser Tag eher dem Kennenlernen der zukünftigen Klassenkameraden untereinander“, so das Vorstandsmitglied des Fördervereins.

Derzeit besuchen 51 Schüler die evangelische Werkschule Naundorf. Für das kommende Schuljahr sind bereits 20 Schüler angemeldet, 24 werden insgesamt aufgenommen. Die Schule hat dank ihrer Einmaligkeit in unserem Altkreis ein breites Einzugsgebiet über Wermsdorf, Dahlen, Döbeln, Region Wurzen und Grimma. Hanka Träger hat sich ebenfalls entschieden, ihren Sohn auf die Werkschule zu schicken, aber nicht aus religiösen Gründen. „Mir ist es besonders wichtig, dass es eine kleine Schule ist. So können die Kinder individueller betreut werden. Ich finde es gut, dass an die Interessen der Kinder angeknüpft wird“, so die 41-Jährige aus Stennschütz. Ihr Sohn Marwin freut sich schon auf seine neue Schule: „Mir gefällt die Schule ganz toll“, so der 10-Jährige.
Anett Hänsel

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 19.04.2010