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Dienstag, den 15. März 2011 um 11:42 Uhr

Schulband der evangelischen Werkschule in Naundorf probiert sich vor allem an Rock und Punk

Johann Preiß, Robert Gey und Max Preiß (von links) in ihrem Proberaum in der ehemaligen Mittelschule in Naundorf.Einen Namen haben sie noch nicht, aber in aller Munde sind sie spätestens seit dem vergangenen Tag der offenen Tür an der Evangelischen Werkschule in Naundorf. Die Rede ist von der Schulband, von drei Jungen, die gemeinsam Musik machen. Johann Preiß (12) und sein Bruder Max (15) aus Leisnig sowie Robert Gey aus Wetitz (13).

Gemeinsam proben sie in einem Raum der ehemaligen Mittelschule, der nicht mehr genutzt wird. Jeden Donnerstag Vormittag können sie hier eine Stunde lang auch mal laut sein. Ein Umstand, der sich nicht vermeiden lässt, denn das Trio spielt am liebsten Rock und Punk. Seit den Herbstferien versuchen sie sich gemeinsam, Max am Bass, Johann an der E-Gitarre und Robert am Schlagzeug. Dann wird vor allem die Musik von Green Day und Blink 182 gecovert, Gruppen, die zu den persönlichen Favoriten der drei Jungs gehören. Für eigene Stücke, bekennen sie, sei die Zeit nicht reif. „Wir sind noch dabei, unseren Stil zu finden und wollen noch nicht experimentieren“, sagt Robert Gey.

Unterstützt werden die Musiker von Johann Schiel aus Wadewitz, der im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einen Tag in der Woche an der Evangelischen Werkschule tätig ist. „Bis zum nächsten Auftritt beim Sommerfest müssen noch ein paar Lieder sitzen“, nennt er sein Ziel mit den jungen Musikern. Sie selbst möchten noch höher hinaus. „Bei einem Bandcontest wie im Oschatzer E-Werk auftreten, das wärs“, schwärmt Johann Preiß. Bis dahin braucht die Band noch einen Sänger. „Wer aus der Region kommt und es zeitlich einrichten kann, mit uns zu proben, ist gern gesehen“, so Max Preiß. Ideal wäre selbstverständlich ein Schüler der Werkschule. Wer die Betreuung der Schüler übernimmt, nachdem Johann Schiel sein freiwilliges Jahr beendet hat, steht noch nicht fest. Prinzipiell könne der nächste FSJler Johann Schiels Arbeit fortsetzen. „Ob die Kirche uns wieder jemanden zur Verfügung stellt, liegt nicht in meiner Macht“, sagt Schulleiterin Ruth Möbius.

Die Preiß-Brüder haben einen älteren Bruder, der in einer Band aktiv ist, auch Johann Schiel hat bereits Banderfahrung. Robert Gey spielt eigentlich Geige. „Das war schon eine Herausforderung, sich auf das Schlagzeug umzustellen“, verrät er der Oschatzer Allgemeinen Zeitung. Gerne hätten die Jungen auch mehr Zeit zum Proben. „Eine Stunde nach dem regulären Unterricht zusätzlich würde uns da schon vollkommen genügen“, so Max Preiß. Laut Schulleiterin Ruth Möbius ist dies kein Problem, denn bis 16 Uhr sei stets jemand in der Schule, der dann auch die „Schlüsselgewalt“ über das Schulgebäude hat.

Auf der Suche nach einem Namen sind die drei Hobbymusiker bisher nicht fündig geworden. „Wir haben uns mehr auf die Musik konzentriert, für die Namensfindung war wenig Zeit“, sagt Robert Gey. Einig sind sich die drei jedoch darin, dass der Name ein englischer sein soll, passend zur Musik, die sie spielen. „Er muss nicht unbedingt zur Schule passen und sich nicht sofort für Außenstehende erschließen. „Bei einem deutschen Namen weiß ja jeder gleich etwas damit anzufangen“, sagt Max Preiß.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 12.03.2011