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Schwaiger: „Eine Bereicherung“ Drucken E-Mail
Donnerstag, den 23. Juni 2011 um 14:22 Uhr

Freie Schulen in Schweta und Naundorf werden ab August durch Gymnasium in Riesa ergänzt

Die Managementakademie in Riesa ist das erste Domizil des Freien Gymnasiums „Robert Stempel“. In der ersten 5. Klasse sind noch Plätze frei.

Im August will in Riesa eine neue Schule durchstarten. Das Freie Gymnasium „Robert Stempel“ hat sich in die Räume der Managementakademie Riesa (Marie) eingemietet. Diese Schulform für Jungen und Mädchen ab Klassenstufe fünf ist auch eine Option für Absolventen der Apfelbaumschule Schweta. Stefanie Schwaiger vom Trägerverein der evangelischen Grundschule Apfelbaum begrüßt die Initiative als eine Bereicherung der Schullandschaft.

Laut Sächsischer Zeitung wartet der Träger der Einrichtung, der Christliche Schulverein „Robert Stempel“, noch auf die Bestätigung der Sächsischen Bildungsagentur, um ab dem kommenden Schuljahr eine fünfte Klasse mit 15 angemeldeten Schülern unterrichten zu können. Gegründet hatte sich der Verein bereits im Herbst des vergangenen Jahres. Voraussetzung für den Schulbesuch ist die Zahlung des Schulgeldes in Höhe von 98 Euro im Monat.

Laut Ruth Möbius, Schulleiterin der evangelischen Werkschule in Naundorf, ist das freie Gymnasium in Riesa eine Option für diejenigen Werkschüler, die nach dem Abschluss der zehnten Klasse in Naundorf noch ihr Abitur absolvieren wollen. Die Werkschule unterrichtet als staatlich anerkannte Mittelschule Kinder ab Klassenstufe 5. Bisher ist ihnen nur der Wechsel ans Berufliche Schulzentrum in Oschatz möglich. Laut Sächsischem Schulgesetz sei auch ein Wechsel nach Klassenstufe 5 oder 6 an das freie Gymnasium möglich, so Möbius weiter. Voraussetzung: Es gibt eine entsprechende Bildungsempfehlung der vierten Klasse.

Stefanie Schwaiger, Vorsitzende des Trägervereins der evangelischen Grundschule Apfelbaum, begrüßt die Initiative. „Der Vorstoß in Riesa bereichert die Schullandschaft in unserer Region“, sagt sie. Die Apfelbaumschüler seien fit fürs Gymnasium. „In manchen Jahrgängen hatten wir eine Quote von 60 Prozent, die sich für diese Schulart ab Klasse 5 entschieden haben“, weiß sie. Ausschlaggebend sei neben der Bildungsempfehlung natürlich der Wille der Kinder und die Absicht der Eltern. „Sie entscheiden mit, welchen Weg ihre Jungen und Mädchen gehen.“ Das Schulgeld spiele bei dieser Entscheidung weniger eine Rolle als vielmehr die Distanz, die bis zum Schulort zurückgelegt werden muss.

Interessierte Eltern, die sich über das freie Gymnasium „Robert Stempel“ informieren wollen, haben dazu heute ab 19.30 Uhr Gelegenheit. Dann beginnt in den Räumlichkeiten der Managementakademie Riesa (Marie) ein Elternstammtisch.

Christian Kunze

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 23.06.2011