Startseite Presse 2012 Ein Steinzeit-Tag in der Werkschule
Ein Steinzeit-Tag in der Werkschule Drucken E-Mail
Samstag, den 07. April 2012 um 08:18 Uhr

Wir, die Fünft- und Sechstklässler der Evangelischen Werkschule Naundorf führten im März eine Steinzeitwerkstatt durch, schreiben Franz-Peter Otto und Leon Wolf.

Arbeiten und Bauen wie die Menschen in der Steinzeit konnten die Kinder der Evangelischen Werkschule Naundorf. Foto: Privat

Frau Liebold vom "Museum unterwegs" aus Meißen hat uns zuerst die einzelnen Stationen erklärt und uns im Verlauf des Tages geholfen. Wir sollten uns ein Spiel ausdenken. Dann gab es noch Höhlenmalerei, wo man mit Kakao, Gewürzen und anderen Materialien malen konnte. Wir konnten auch selbst Schmuck herstellen. Zuvor war es notwendig, dass wir uns Werkzeug herstellten. An dieser Station mussten wir eine Schutzbrille und Lederhandschuhe tragen, da wir mit Steinen gearbeitet haben.

Wir haben mit einem Feuerstein auf einen anderen Stein geschlagen, nein da entstanden keine Funken, denn dafür braucht man einen Feuerstein und Katzengold. Wenn beim Schlagen der zwei Steine etwas abgebrochen ist, haben wir überlegt, als was dieses Steinstück verwendet werden konnte. Wenn es als Messer verwendbar war, konnte der Schüler zur Lederverarbeitung gehen. Dafür hat man einen handgroßen Kreis ausgeschnitten, dann mit einer Spitze Löcher in das Leder gebohrt und einen selbst gesponnenen Faden durch die Löcher gezogen, um den Beutel verschließen zu können. War das Steinstück ein Bohrer, konnte an der Station Schmuckherstellung weitergearbeitet werden.

Hier wurde eine kleine Kuhle in Speckstein gebohrt. Dann konnte er mit einem Schleifstein geschliffen werden. Dann wurde der Stein mit Olivenöl eingerieben und ein Faden durch das Loch gefädelt. Zum Schluss haben wir noch Brot gebacken und einen Steinzeitbrei gekocht. Wir haben dabei begriffen, wie hart die Steinzeit war.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 07.04.2012