Startseite Presse 2013 Wir haben hier keine bleibende Stadt
Wir haben hier keine bleibende Stadt Drucken E-Mail
Freitag, den 15. Februar 2013 um 15:00 Uhr

Zu DDR-Zeiten hatte es mancher satt, dass überall LOSUNGEN hingen. Aber auch in der Kirche gibt es Losungen. Texte, die wirklich „ausgelost“ werden dafür, dass man in einem bestimmten Abschnitt eben diese Texte ganz bewusst mal bedenkt.

Und 2013 ist eben die Überschrift unsere Jahreslosung. Sie stammt aus einem Brief des Paulus an die Hebräer, also eine der ersten christlichen Gemeinden.

Es war eine schwierige Zeit. Unsicherheiten im Umgang mit den Menschen außerhalb der Gemeinde, Ärger mit manchen Zeitgenossen und daneben der feste Wille, die Zukunft mitzugestalten. Man könnte da den Text missverstehen, als käme es auf das Hier und Jetzt nicht an.

Weit gefehlt! Es ist gerade ein Aufruf zum Mitgestalten. Geht, tut mit, bringt euer Wissen zu einer besseren Welt mit ein, helft zu ändern! Denn das, wie es jetzt hier ist, ist nicht ewig. Das heißt: Es geht also zu ändern. Und: Ihr seid nicht ewig hier. Das heißt: Es bleibt nur eine begrenzte Zeit, sich hier einzubringen.

Was bedeutet das für die Werkschule: Auch wir leben in Veränderungen, sollen uns einbringen, Schule gestalten. Ganz offensichtlich für die Prüfungsklasse ist das nicht ihre „bleibende Stadt“. Sie werden als Erste hinausgehen mit ihrem Wissen, ihren Kompetenzen und werden Botschafter der Schule sein. Jetzt aber müssen sie die Zeit gut nutzen, sich auf die Prüfungen vorzubereiten, um das nötige Rüstzeug für den nächsten Lebensabschnitt zu haben.

Aber auch wir alle sind aufgerufen, uns nicht festzusetzen, nicht auf Erreichtem auszuruhen. Wir haben hier keine bleibende Stadt. Also wollen wir die Zeit hier gut nutzen. Mancher nimmt sich zu Silvester viel vor. Wir an der Werkschule bedenken gerade unseren Schuljahresplan noch mal für das zweite Halbjahr. Was haben wir geschafft? Was ist noch zu tun? Wie erreichen wir unsere Ziele? Und wie schaffen wir es, dass die Naundorfer Bürger unsere Schule als einen Teil von sich begreifen und wir noch besser „Naundorfer“ werden???

Bleiben Sie neugierig und helfen Sie mit!

Gabriele Schneider vom Vereinsvorstand

Quelle: Naundorfer Gemeindeblatt Ausgabe Nr. 2 2013