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Samstag, den 09. März 2013 um 00:00 Uhr

Schülerzahlen in Mügeln stimmen optimistisch / Keine Reaktion aus Wermsdorf und Oschatz

Region. Gestern war Stichtag für die Meldung der Schülerzahlen der künftigen Fünftklässler an den Mittelschulen. Wer unter den staatlichen Schulen das Soll von mindestens 40 Mädchen und Jungen nicht erreicht hat, muss um den Fortbestand der Bildungseinrichtung fürchten.

Konkrete Zahlen wollte Roman Schulz, der Pressesprecher der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle in Leipzig, gestern gegenüber der Oschatzer Allgemeinen Zeitung aber noch nicht nennen. „Wir fangen erst am Montagfrüh damit an, die Zahlen zu verdichten und zusammenzufassen“, sagte er. Deshalb sei er vor Montag noch nicht zu einer Aussage fähig.


Grund zur Freude hatte gestern Gunter Hausburg, Schulleiter der Goetheschule in Mügeln. „Bis jetzt sind es 56 Schülerinnen und Schüler. Das muss aber noch kein Endstand sein“, so Hausburg gestern Mittag auf Nachfrage der Oschatzer Allgemeinen. Mit diesem Ergebnis ist der Schulleiter zufrieden. Im vergangenen Jahr lagen zum Stichtag am 16. März 42 Anmeldungen für die künftigen 5. Klassen vor.

Keine endgültigen Zahlen konnte gestern Mittag die Mittelschule „Anne Frank“ in Stauchitz nennen. „Gemeldet werden der Bildungsagentur heute 50 Jungen und Mädchen“, sagte Schulleiterin Doris Alfert. Mit dieser Zahl zeigt sie sich sehr zufrieden. „Wir können zwei gleich starke Klassen bilden. Damit haben wir auch gerechnet.“ Der Klassenteiler liegt übrigens bei 28 Kindern. Etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler, die im „blauen Wunder von Stauchitz“ künftig lernen, kommen aus der Gemeinde Naundorf, weitere aus dem Raum Döbeln und Riesa.

Ein geringer Teil der 47 Neuanmeldungen für die Mittelschule Strehla kam bis gestern aus den Liebschützberger Ortsteilen Leckwitz, Sahlassan, Zaußwitz und Borna. Wie viele Fünftklässler aus der Gemeinde Liebschützberg ab dem kommenden Schuljahr in Strehla unterrichtet werden, konnte die Schulleiterin Katrin Wilczek gestern aber nicht genau sagen. „In den vergangenen Jahren haben wir die Kinder aus der Nachbargemeinde jedoch an zwei Händen abzählen können“, ergänzte sie auf Nachfrage.

Für die freie Evangelische Werkschule in Naundorf war zwar gestern ebenfalls „Stichtag“ zur Schulanmeldung. Als nicht staatliche, aber anerkannte Ersatzschule für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 muss sich die Einrichtung jedoch nicht an die Vorgaben des Schulgesetzes halten, was die Mindestschülerzahlen betrifft. Gabriele Schneider vom Werkschulverein nannte keine konkreten Zahlen, erklärte jedoch, dass die Zahl der angemeldeten Schüler bereits die Zahl des vergangenen Jahres überschreitet. „Wir freuen uns über einige Quereinsteiger und werden uns nun voll und ganz auf die Prüfungen unseres ersten Abschlussjahrgangs konzentrieren“, sagte sie. Das Einzugsgebiet der Werkschule Naundorf reicht inzwischen von Döbeln über Roßwein, Naundorf und Oschatz bis nach Riesa und Torgau.

Die Mittelschule in Wermsdorf und die Mittelschule „Robert Härtwig“ in Oschatz reagierten gestern auf mehrere telefonische Anfragen nicht.

Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 09.03.2013