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Freitag, den 17. Mai 2013 um 13:05 Uhr

Naundorfer Werkschulverein stärkt Menschenkette bei Demonstration in Dresden

"Aufbruch Schule" lautet das Motto des Evangelischen Werkschulvereins Naundorf. Am Mittwoch fuhren Vertreter mit dem Zug nach Dresden zur Demonstration. Foto: PrivatSchüler, Lehrer, Eltern und weitere Vertreter des Naundorfer Werkschulvereins beteiligten sich am Mittwoch an der Demonstration des Aktionsbündnisses "Wir sind Schule" in der Landeshauptstadt. "Nach der Ankunft mit dem Zug am Bahnhof haben wir uns mit Unterstützern unserer Schule und Vertretern weiterer Schulen in freier Trägerschaft getroffen und sind dann über die Prager Straße durch die Innenstadt gelaufen", berichtet Sven Fischer vom Verein. "Dabei wurde aktiv auf unser Recht aufmerksam gemacht", ergänzt er. Am Königufer angekommen, gab es Aktionen, Tänze, Lobebühne und es traten Schülerbands auf. Höhepunkt des Zusammenhalts war eine Menschenkette über die Carolabrücke, die Augustusbrücke und das Terrassenufer. Als Zeichen des Protests habe man gemeinsam viele rote Luftballons steigen lassen, beim anschließenden Picknick die mitgebrachten Speisen miteinander geteilt, so Fischer weiter.

Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Freie Schulen Sachsen (AGFS) werden die freien Schulen bei der finanziellen Ausstattung für Personal und Sachkosten staatlichen Schulen gegenüber stark benachteiligt. In beiden Bereichen betrage die Differenz rund 50 Prozent. Unter anderem deshalb gingen am Mittwoch in Dresden Lehrer, Eltern und Schüler auf die Straße. "Die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft entspricht aus unserer Sicht gegenwärtig nicht den verfassungsrechtlichen Vorgaben", heißt es in einer Resolution. Die freien Schulen fordern höhere staatliche Hilfen. Außerdem wollen sie für freie Schulwahl, mehr pädagogische Freiheit und eine selbst bestimmte Schule kämpfen. "Es ist wichtig, sich für die freie Schulwahl, gleichberechtigte Finanzierung und selbst bestimmte Schulen einzusetzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Werkschule Naundorf zum Schuljahresende zugemacht wird, nachdem der bisherige Träger die Unterstützung Ende Juli einstellt", so Sven Fischer.

Text: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 17.05.2013