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Werkschule: "Die Finanzierung gedeiht" Drucken E-Mail
Mittwoch, den 19. Juni 2013 um 17:44 Uhr

Gemeinderat Naundorf entscheidet über Schulhausnutzung / Benefizkonzert am 28. Juni / Keine Aussage zu Anerkennung

Die Zukunft der Werkschule ist ungewiss. Der Schulbetrieb hängt unter anderem von der Finanzierung, der Kooperation der Gemeinde und den Schülerzahlen ab. Foto: SBDie Bemühungen um den Erhalt der Freien Evangelischen Werkschule gehen voran. Die Gespräche mit der Kommune laufen, der Gemeinderat entscheidet am 27. Juni, ob und wie der Verein das Schulgelände weiter nutzen kann. Entscheidende Gespräche mit dem bisherigen Schulträger erfolgten, mit der Bildungsagentur stehe man ebenfalls in Kontakt, so Sven Fischer vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit beim Werkschulverein.

Derzeit trifft sich der Vorstand wöchentlich, es finden Lehrerberatungen und Bewerbungsgespräche statt. "Auch die Finanzierung gedeiht", so Fischer. Wer sich ein Bild von der Situation machen will, kann beim Sommerfest der Schule mit den Akteuren ins Gespräch kommen. Das beginnt am Freitag, dem 28. Juni um 18 Uhr. "Ab 20 Uhr aber setzen wir noch eins drauf", wirbt Fischer. Dann legen im Rahmen eines Benefiz-Konzerts gleich zwei Bands los: "Oli`s Rockband" und "First Scream". Beide Gruppen haben mit "Rock in der Kirche" bereits im vergangenen Jahr zugunsten der Schule das Naundorfer Gotteshaus gerockt und werden das dieses Jahr wieder tun. "Wir haben uns vorgenommen, an dem Abend die sonst übliche Gage der Künstler als Spende einzusammeln - für die Schule!", so der Wellerswalder weiter.

Weitere finanzielle Unterstützung erfährt die Werkschule nun von Unicef. Im vergangenen Jahr im November beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der Werkschule an einem Spendenlauf der Organisation. Die dabei "erlaufene" Summe von knapp 955,25 Euro wurde verdoppelt - und als Dankeschön für die Teilnahme der Werkschule zur Verfügung gestellt.

Dass die Naundorfer Werkschüler auch anderen helfen, beweisen sie am 9. Juli: Im Rahmen der Aktion "Genial sozial" gehen Werkschüler für einen Tag in Unternehmen der Region arbeiten. Die Unternehmer überweisen den erarbeiteten Lohn an "Genial sozial" - damit werden drei Projekte unterstützt. "Wir würden uns über weitere Anrufe von Firmen freuen, die unsere Schüler für einen Tag mit arbeiten lassen", so der Kopf des Öffentlichkeitsausschusses. Rückmeldungen an Sven Fischer, Telefonnummer: 0171/5728584.

Auch in der Schule zeigen die Jungen und Mädchen, was sie können: Die Abschlussklasse hat ihre schriftlichen Prüfungen erfolgreich absolviert, ebenfalls ein "riesiger Erfolg" sei es laut Fischer, dass alle Schüler entweder einen Lehrvertrag in der Tasche oder ihren weiteren Weg in Richtung Abitur besiegelt haben.

Der evangelische Werkschulverein will ab kommendem Schuljahr die Trägerschaft übernehmen und hofft auf Unterstützung: Ob Spende, Mitgliedschaft oder Praktikumsbetrieb: Jeder ist willkommen. Unklar ist noch, ob die staatliche Anerkennung, als Ersatz-Mittelschule aus dem Jahr 2010 nach Absprung des bisherigen Trägers weiter bestehen bleibt. Eine entsprechende Anfrage an die Sächsische Bildungsagentur in Leipzig blieb gestern bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Am 24. Juni lädt Vereinsvorsitzende Uta Riese ab 20 Uhr zum Volkstanz zugunsten der Schule in selbige ein.

Weitere Informationen im Internet auf www.evangelische-werkschule-naundorf.de; Spenden zum Weiterbetrieb der Schule bitte an: Volksbank Riesa, Kontonummer: 47069602, Bankleitzahl: 85094984, Verwendungszweck "Aufbruch Schule".

Text: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 19.06.2013