Startseite Presse 2013 Zweimal Bestnote für Werkschul-Absolventen
Zweimal Bestnote für Werkschul-Absolventen Drucken E-Mail
Samstag, den 13. Juli 2013 um 07:03 Uhr

Schulverein stellt Weichen für weiteren Betrieb

"Ich weiß nicht, wohin er mich führt, aber ich weiß, dass er mich führt" - mit diesem Bibelzitat läutete Heike Bollmann am Mittwoch die feierliche Zeugnisübergabe der Absolventen der Freien Evangelischen Werkschule in der Turnhalle Naundorf ein. Die 15 Schülerinnen und Schüler des ersten Abschlussjahrgangs der staatlich anerkannten Ersatz-Mittelschule bekamen diesen Satz mit auf den Weg.

Nichtsdestoweniger kann dieser Satz über die Führung durch Gott aber auch auf die Zukunft der Werkschule angewendet werden. Uta Riese, die Vorsitzende des Evangelischen Werkschulvereins, der die Bildungseinrichtung ab kommendem Schuljahr in eigener Trägerschaft weiterführen möchte, erklärte den Gästen, dass die Zeichen dafür sehr gut stehen. "Hinter uns liegt eine im wahrsten Sinne des Wortes kribbelige Zeit und auch die Monate, die vor uns liegen, können so beschrieben werden", sagte die Mahliserin, die selbst als Lehrerin an der Werkschule in Meißen tätig ist. Der christliche Glaube sei zwar nur eine Säule bei der Fortführung des Schulbetriebes, aber dabei nicht mehr oder weniger wichtig als die übrigen Standbeine der Bildungsarbeit und des Lernprozesses der Schule. Auch in Zukunft wolle man in Naundorf Schule als Raum der Erfahrungen und Wahrnehmungen gestalten, sagte Fachlehrer Jens Rückert in seiner Rede.

Zwei der Zehntklässler, die am Mittwoch feierlich entlassen wurden (wir berichteten), schlossen die Werkschule mit der Note 1 ab: Anna Riese und Elias Ochoki. Des Weiteren wurde auf den Abschlusszeugnissen neunmal die Note 2 und viermal die Note 3 notiert. Ebenso wie mit dem Abschluss der Jugendlichen die Weichen für deren Zukunft gestellt werden, so stellen die Mitglieder des Werkschulvereins derzeit die Weichen für den weiteren Schulbetrieb. Abstimmungen mit der Gemeinde, der Bildungsagentur und den Eltern als wichtige Partner sowie Schulpatenschaften sind ein wichtiger Bestandteil dessen.

Text: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 12.07.2013