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Donnerstag, den 18. Juli 2013 um 17:10 Uhr

Finanzierung des Betriebs der Evangelischen Werkschule ab kommendem Schuljahr gesichert

Die Schülerinnen und Schüler des ersten Abschlussjahrgangs der Evangelischen Werkschule Naundorf beweisen, dass das alternative Konzept funktioniert. Sie feierten unlängst ihren Abschluss mit sehr guten, guten und befriedigenden Ergebnissen. Foto: T. BarthNach der plötzlichen Ankündigung des Trägers, die Evangelische Werkschule mit Abschluss des Schuljahres abzugeben, drohte die Einrichtung vor dem Aus zu stehen. "Inzwischen stehen die Signale zur Weiterführung auf Grün. Neuanmeldungen oder Schulwechsel sind wieder ohne Bedenken möglich", freut sich Markus Gnaudschun, Pfarrer in Lampertswalde, Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss des Schulvereins und Vater eines Schülers. Die Trägerschaft übernimmt der Werkschulverein selbst, bestehend aus den Eltern der Schüler. Die Finanzierung des Schulbetriebs sei dank Spenden und Patenschaften abgesichert, so Gnaudschun. Für Familien mit engem finanziellem Budget gibt es die Möglichkeit der Schulgeldunterstützung oder gar Übernahme. Zur Wahl steht die "Förderung" von monatlich 60 Euro für einen Schüler, für eine "halbe" Patenschaft in Höhe von monatlich 30 Euro oder eine Schulpatenschaft über einen individuellen Betrag", sagt Vereinschefin Uta Riese. Gegenwärtig stimmt der Verein mit der Sächsischen Bildungsagentur letzte Schritte ab, um die staatliche Anerkennung der Schule nach dem Trägerwechsel zu Monatsbeginn zu gewährleisten, so die Vorsitzende gestern.

Anna Riese, Absolventin der 10. Klasse, hat sich entschlossen, dem Verein als jüngstes Mitglied beizutreten und so "ihre Schule" weiter zu unterstützen. "Das modifizierte Lern- und Unterrichtskonzept an der Werkschule bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, individueller im eigenen Lerntempo zu arbeiten sowie sich frühzeitig in eigenständige Arbeitsplanung und eigenständiges Lernen einzuüben", sagt Markus Gnaudschun. "Das spürbare partnerschaftliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern, die hohe Bedeutung der Förderung sozialer Kompetenz, und dass die Schule wunderbar gelegen ist und mit kleineren Klassenstärken auskommt, bringt Farbe in die Mittelschullandschaft unserer Region", so der Pfarrer.

Schülerinnen und Schüler aus Oschatz, Döbeln, Leisnig, Wermsdorf, Mutzschen, Cavertitz und noch anderen Orten mehr beweisen, wie weit die alternative Mittelschule bekannt ist.

Text: Christian Kunze
Foto: Thomas Barth
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 18.07.2013