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Schul-Aufbruch in Naundorf Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. August 2013 um 00:00 Uhr

Evangelische Werkschule startet unter neuer Trägerschaft mit neun neuen Schülern

Gruppenbild auf dem Schulhof: Am Sonntag versammeln sich die Neuankömmlinge der Werkschule in Naundorf mit ihren Lehrern. Der Schulauftakt-Gottesdienst war zugleich Zeichen des Neuanfangs, nachdem der Wechsel der Trägerschaft in Rekordzeit vollzogen wurde. Foto: Dirk Hunger

Naundorf. Neue Schüler, neue Lehrer, neue Räume und neuer Träger: Für die Freie Evangelische Werkschule war der Auftakt des neuen Schuljahres gleichzeitig ein Aufbruch.

Pfarrer Markus Gnaudschun, selbst Vater eines Werkschülers, wählte in seiner Predigt beim Schulanfangs-Gottesdienst unter freiem Himmel am Sonntag auf dem Schulhof das Bild des Reiters, der, fest im Sattel sitzend, aus selbigem geworfen wird. "Wir alle - Lehrer, Eltern, Schüler und Vereinsmitglieder - sind nach der Ankündigung, dass der ehemalige Schulträger sich zurückzieht, aus dem Sattel geworfen worden. Aber nun sitzen wir wieder fest darin und können einen neuen Weg gemeinsam einschlagen", sagte er. Auf diesem Weg sei es notwendig, Ballast abzuwerfen, aber auch Bewährtes mitzunehmen. Ein Bild dafür, dass man sich von Eltern, Lehrern und anderen Wegbegleitern getrennt und neue hinzugewonnen hat.

Die Veränderungen, mit denen die Schulgemeinschaft in Naundorf in das neue Schuljahr aufbricht, sind kaum zu übersehen. Angelika Gollmer löst Ruth Möbius als Schulleiterin ab. Der bisherige Förderverein ist nun als Schulträger aktiv und im Schulhaus ist mit dem Einziehen einer Wand der erste Schritt in Sachen Brandschutz getan. Bauliche Veränderungen sind in Zukunft weitere notwendig, um Auflagen zu erfüllen, weshalb die Finanzerin des Vereins Elisabeth Däbritz sogleich für weitere finanzielle Unterstützung warb.

Ab diesem Schuljahr lernen in Naundorf sieben neue Fünftklässler, zwei weitere Schüler kommen als Quereinsteiger in die Klassenstufe 7 hinzu. Klassenlehrerin der "Neuankömmlinge" in Klasse 5 ist Heike Bollmann aus Döbeln, eine Frau, die zu denen gehört, die seit der ersten Stunde in Naundorf lehren.

Diese Mischung aus bewährten und neuen Elementen lässt die Schulgemeinschaft gestärkt aus der Krise hervorgehen, sagt Uta Riese, Vorsitzende des Trägervereins. "Wir haben den Wechsel in Rekordzeit vollzogen. Nun gilt es, am Ball zu bleiben", sagte sie. Markus Gnaudschun möchte, dass in Naundorf weiterhin Schule "in die eigenen Händen genommen und gestaltet werden kann".

Volker Buschmann, Vorsitzender des Heimatvereins, überreichte eine Spende von 250 Euro und knüpfte daran den Wunsch, dass sich die Schule noch mehr als bisher im Ort integrieren möge.

Text: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 27.08.2013