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Quereinsteiger aus fünf Klassenstufen Drucken E-Mail
Freitag, den 04. April 2014 um 19:38 Uhr

In den zurückliegenden vier Monaten haben sich neun Kinder mit ihren Eltern entschieden, an die Freie Evangelische Werkschule zu wechseln. Diese "Quereinsteiger" aus den Klassenstufen 5 bis 9 waren zunächst auf Probe im Unterricht "schnuppern". "Ein zehntes Kind wird sich demnächst entscheiden, ob unser Konzept das Richtige ist", teilte die Vorsitzende des Trägervereines Uta Riese mit.

Für die neue 5. Klasse gibt es derzeit sechs Anmeldungen. "Viele Schülerinnen und Schüler müssen erst einen Umweg gehen, weil sie und ihre Eltern die Schule als eine Erziehungsmaßnahme und einen Leistungsort betrachten", sagt Uta Riese. Die wenigsten Eltern könnten sich jedoch vorstellen, dass bewegtes Lernen, Lebensfreude und Gemeinschaft möglich sind, erklärt Riese und ergänzt: "Was man selbst nie erlebte, das kann man sich für den eigenen Nachwuchs nicht vorstellen".

Appell an die Eltern

Die Mahliserin ermutigt Eltern der Region, genau darauf zu hören, was ihre Kinder von ihrer Schule erzählen, zu spüren, wie sie dort wahrgenommen und für das spätere Leben innerlich gestärkt werden, ob sie dort Halt für ihr Leben erfahren und ob es nur um Auswendiglernen oder das wirkliche Verknüpfen von Lerninhalten geht. Steht das Prinzip "Schneller, höher, weiter" im Vordergrund oder die Beziehungen der Menschen, untereinander die im Schulalltag aufeinandertreffen? "Sollten bei Ihnen beim Beantworten einer oder gar mehrerer dieser Fragen Unsicherheiten bestehen, dann ist die Werkschule vielleicht eine Alternative für den weiteren Bildungsweg ihres Kindes", so die Vorsitzende des Werkschulvereines.

Text: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 03.04.2014