Startseite Presse 2014 Rückblick auf das erste Jahr nach dem Trägerwechsel
Rückblick auf das erste Jahr nach dem Trägerwechsel Drucken E-Mail
Montag, den 07. Juli 2014 um 18:47 Uhr

Sommerfest an der Freien Evangelischen Werkschule Naundorf mit Einsichten in das Schulkonzept

Die Gruppe Das diesjährige Sommerfest der Evangelischen Werkschule als staatlich anerkannte Oberschule in freier Trägerschaft war ein besonderes. Hinter Lehrern, Eltern, Schülern und Förderern des Schulprojekts in Naundorf liegt ein ungewöhnliches Jahr. Es ist das Schuljahr nach dem Neuanfang, dem notwendigen Trägerwechsel, nach dem die EBS in Grimma (Evangelische gemeinnützige Gesellschaft für Bildungs- und Sozialprojekte) im vergangenen Jahr die Trägerschaft aus finanziellen Gründen beendete und damit die Schule in Naundorf de facto aufgab (wir berichteten). "Für alle, die unsere Schule gestalteten, erwuchs aus dieser Krise eine neue Chance, aus der wir gestärkt hervorgegangen sind", sagt Uta Riese, Vorsitzende des Werkschulvereins. Der Verein hatte Mitte vergangenen Jahres die Schulträgerschaft übernommen. In dieser Konstellation war es zudem wesentlich einfacher, dringend notwendige Investitionen wie etwa den Blitz- und Brandschutz am Gebäude angehen zu können.

Während der Zeit des Aufbruchs haben Menschen die Schule verlassen, es sind in den vergangenen Wochen und Monaten aber auch neue hinzugekommen. Einer von ihnen ist der Religionspädagoge Mario Dietze. "Was uns heute hier zusammengeführt hat, ist die Neugier. Wir wollen wissen, welche Neuigkeiten es in der Werkschule gibt. Und wir wollen denen, die es noch nicht kennen, zeigen, wie wir hier lernen, leben und entdecken", sagte er zur Eröffnung.

Markus Bollmann hat sich in den Pearlball gewagt. Die Sportgeräte waren beim Sommerfest begehrte Objekte. Foto: Christian Kunze Neuigkeiten, das sind nicht nur jene Meldungen, die die Jugendlichen heute auf den Displays ihrer Mobiltelefone lesen und sofort via Internet mit anderen teilen. Wer nun aber glaubt, dass man ein Display benötigt, um seine Neugier zu stillen, der irrt gewaltig. Nein, dazu gehören auch die Dinge, die im zurückliegenden Schuljahr, dem Jahr eins nach dem Trägerwechsel, im Unterricht entstanden sind. Kunst-Projekte und Resultate der neuen Ganztagsangebote anschauen oder mit den Lehrern, Eltern und Schülern über das sprechen, was sich entwickelt hat und was in Zukunft in der Schule passieren wird. Auch dafür nutzten die Gäste das Sommerfest am Freitagabend.

Für die Bewegungsfreudigen unter den Besuchern hatte der Sportlehrer Jan Griewald zwei sogenannte Pearlballs mitgebracht. In diese knapp mannshohen mit Luft gefüllten Gummibälle steigt man hinein, schnallt sich fest und kann dann testen, wie gut die eigene Koordination ist. Auf dem Sportplatz machten sich vor allem die Kinder mit den Sportgeräten vertraut.

Auf die Ohren gab es zum Abschluss des Sommerfestes auch noch etwas. Die Band "perfekt live" rockte den Schulhof, nachdem die Gitarrenspielerinnen um Lehrerin Heike Bollmann einen Teil ihres Repertoires zum Besten gaben.

Text: Christian Kunze
Fotos: Christian Kunze
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 07.07.2014