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Neues Führungstrio für Evangelische Werkschule Naundorf Drucken E-Mail
Donnerstag, den 29. Oktober 2015 um 20:53 Uhr

Wechsel an Vereinsspitze / Einrichtung jetzt erstmals mit Geschäftsführer

Vereinsvorsitzende Christiane Gnaudschun, Geschäftsführer Tobias Leißner und Schulleiterin Heike Bollmann (v.l.) stehen an der Spitze der Werkschule. Foto: Dirk HungerEin neues Dreiergestirn für die Evangelische Werkschule Naundorf: Christiane Gnaudschun ist jetzt Vorsitzende des Schulvereins, Heike Bollmann hat – gemeinsam mit Beate Langner- Ewers und Angelika Gollmer – die Schulleitung übernommen, und Geschäftsführer ist Tobias Leißner. Wobei seine Stelle des Geschäftsführers neu ist an der Naundorfer Einrichtung.

Der Verwaltungsaufwand nehme weiter zu und es sei an der Zeit gewesen, diese Arbeit zu professionalisieren, begründet Christiane Gnaudschun. „Bisher hat Uta Riese gut 20 Stunden pro Woche ehrenamtlich für die Schule gearbeitet. Das kann niemand weiter so leisten“, sagte sie. „Ich konnte mir das sofort vorstellen“, erinnert sich Leißner an den Moment, als er auf die Ausschreibung stieß. Die 50-Prozent-Stelle sei eine Herausforderung und lasse ihm gleichzeitig Raum für Familie und bisherige Aufgaben: Der 40-jährige Musikwissenschaftler ist auch Künstlermanager und Sänger im Vocalensemble Five Gentlemen. Weil er mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern im Mügelner Ortsteil Lichteneichen lebt, sei die kurze Entfernung zur Werkschule ein wichtiger Vorteil. „Das Konzept der Schule hat mich überzeugt – das unterstütze ich gerne“, so der neue Schulleiter. Ähnlich wie im Musikbetrieb seien Kreativität und Flexibilität gefragt: „Es gibt viel Arbeit hinter der Bühne, und der Unterricht ist dann das Konzert.“

Vereinsspitze, Schulleitung und Geschäftsführer haben viel vor. „Wir sind gut aufgestellt, mittlerweile können sämtliche Fächer von Fachlehrern abgesichert werden“, betont Heike Bollmann. Auch die Vernetzung zu anderen Einrichtungen gelinge. So seien drei Werkschüler einmal wöchentlich in der Schwetaer Apfelbaumschule, um Grundschüler in die PC-Arbeit einzuweisen, nennt sie ein Beispiel. Die Zusammenarbeit mit Grundschulen solle weiter forciert werden, kündigt Christiane Gnaudschun an. „Wir möchten auch im gesellschaftlichen Leben der Region präsenter sein“, nennt Geschäftsführer Tobias Leißner ein weiteres Ziel und kündigt Antrittsbesuche bei Vereinen und Einrichtungen an. Zudem wünsche man sich ein kontinuierliches Wachstum für die Schule. Bisher unterrichten 16 Lehrer und zusätzliche Honorarkräfte 60 Schüler. „Wir sind eine staatlich anerkannte Oberschule, das ist vielen Menschen nicht bewusst. Und dabei herrscht hier eine familiäre Atmosphäre. Und die gibt es auch noch, wenn wir 80 oder 90 Schüler haben“, meint Leißner. Davon können sich Interessenten demnächst selbst überzeugen: Am 7. November sind Viertklässler und ihre Familien von 10 bis 12 Uhr zum Werkschultag eingeladen.

Text: Jana Brechlin
Foto: Dirk Hunger
Quelle: Oschatzer Allgemeine Zeitung 29.10.2015